Quak, quak, Martini-Tag

Gut,  heute ist Faschingsbeginn und Martini etc. etc. etc. und jetzt bekommt ihr keine Ente mehr im Geschäft, weil es schon halb 11 ist, aber Weihnachten eilt mit Riesenschritten auf uns zu, da kann man sich ans Geflügel machen, und ich verspreche euch, es ist das chilligste, gemütlichste Essen was man machen kann und Weihnachten könnt Ihr euren evtl. Vortags-Kater kraulen und herumlungern.

Was man alles braucht für 2 extrem verfressene Personen – so dass auch noch was überbleibt zum stehend am nächsten Tag aus dem Reindl jausnen:

1 Ente, meine war eine Cherry Valley vom Pfeiffer, Freiland

1 Happl Rotkraut

1 Baguette

Ein Netz Orangen

5 Boskop oder Reinetten

1 Buschen Petersil, Rosinen, Beifuß, Pfeffer, Salz, Muskat, Zwiebeln, Lorbeer, Sternanis, Zimt

Eier, Milch, Butter, Zucker

Rotwein, Brühe, Balsamico, Speck (bei mir nur eine Scheibe)

Maroni, gekocht

Das Fingernudelzubehör lass ich hier aus, die Patzerei will ich euch nicht antun, es soll ja stressfrei sein

 

Am Vortag entnehmen wir der Ente aus dem Bauchraum Fett und geben es in einen Topf – auslassen! Die entstehenden Restl sind Entengrammeln, die schmecken fantastisch!

Den würfelig geschnittenen Speck und die Zwiebel in das Entenfett geben, andünsten. Das bereits gehachelte Rotkraut dazugeben und kräftig umrühren, abschmalzen, bis jedes Blatt glänzt. Mit Rotwein ablöschen, Essig dazu und nach Belieben Lorbeer, Sternanis, Zimt dazugeben, aber nicht zuviel sonst hat man Glühwein. Etwas Zucker.

Das ganze bißfest köcheln lassen, Orangensaft und ein geriebener Apfel dazu; salzen, pfeffern, stehenlassen.

 

Der Ententag – in der Früh:

Der Ente die Innereien aus dem Bauch nehmen, waschen, trockentupfen, mit Salz, Pfeffer, Beifuß einreiben, innen und außen.

In einen Bräter 1 Fingerbreit Wasser einfüllen, entkernte geachtelte Äpfel, geschnittene Zwiebel, 1 Orange auch geachtelt und Rosinen geben und die Ente mit der Rückseite nach oben hineinplatzieren. Der Rücken ist der härtere Teil! Ofen auf 225°C schalten, eine halbe Stunde drinlassen. Danach auf 100 °C schalten, chillen, denn das Tier bleibt jetzt bis zu 7h drin.

Derweil kann man Serviettenknödel machen, diesen bitte mit Petersil und ordentlich Muskat, sonst ist er fad.

Stehen die Gäste vor der Tür kann man das Rotkraut fertigkochen, den Knödel ins Wasser geben, die Gäste begrüßen, evtl. schonmal etwas trinken etc. Die Ente wird nun umgedreht und eine halbe Stunde auf der Brustseite bei 200°C gebraten, damit die Haut schön knusprig wird. Der Saft samt Äpfeln und Orangen (nicht die Schale) durch ein Sieb passieren – abschmecken – fertig ist die Sauce!

Zu guter Letzt karamellisiert man etwas Zucker in einer Pfanne, gibt kalte Butterstückchen dazu, mixt diese hinein, schwenkt darin die Maroni und gießt das ganze mit der Brühe auf. Einreduzieren lassen, fertig.

Klingt easy? Ist es auch!

Guten Appetit.

 

P.S.: Das Ganze geht auch 1:1 mit einem Gansl.

P.P.S: Vorsicht beim umdrehen der Ente, sie ist butterzart und zerfällt leicht, und obacht beim Hantieren mit dem Karamell (NICHT KOSTEN!!!) oder beim Passieren der heißen Äpfel. Sonst rennt man schreiend durch die Küche.

 

 

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